Oder auch ein frohes Neues. Wie es gewünscht wird. Vorsätze gefasst? Werden eh nicht umgesetzt- es sei denn, sie garen schon ewig im Kopf. In jeder kleinen Zelle jeden Tag immer und immer wieder aufs Neue.
2014 war toll. Hat erst etwas schleppend angefangen, aber die ersten zwei Drittel des Jahres waren fantastisch. Stressig aber- Eustress. Ich war sehr zufrieden. Dann kam im September etwas, womit ich nicht gerechnet habe. Die Aussage eines langjährigen Freundes, dass ich nicht mehr in sein Leben passe.
Hm. Naja, schaue ich mich halt mal im Spiegel an- und.... er hat natürlich Recht. Ich passe noch nicht einmal mehr in den Spiegel. Wie soll ich dann in ein umfangreiches, langes, junges Leben passen? Ich fasste mir den Vorsatz unbedingt abzunehmen. Das war´s. Um auf andere Gedanken zu kommen, wühlte ich mich immer tiefer in die Arbeit, in den Stress (diesmal war es Disstress...) und in die Tage, die keine geregelten Mahlzeiten mehr zuließen. Ich esse nicht viel aber vollkommen falsch, Bewusst ist mir das alles- alleine der Wille... Wichtig war mir zunächst, mit diesem Tiefschlag des Verlustes einer langjährigen Freundschaft zurechtzukommen, ohne Gründe zu wissen, da war mir mein Aussehen vollkommen egal.
Nur den Spiegeln war mein Aussehen nie egal. Ständig warfen sie mir vor, nicht in den Rahmen zu passen. Ach ja - und ich wollte doch so gerne wieder mit gutem Gewissen Röcke tragen- also hilft nichts- abnehmen.
Letztendlich aber fühle ich mich einfach in meiner eigenen Haut nicht mehr wohl. Das bin nicht ich. Ich bin anders. Also: Abnehmen.
Nächste Woche geht es los bei den Weightwatchern- ich bin mir sicher, dass auch gut zu schaffen. Den Willen habe ich - immer mehr und immer mehr. Nun wisst ihr es auch- also MUSS ich es schaffen. Alle Ausreden sind gesagt, es bleibt nur noch meinen Vorsatz umzusetzen.
Danke, ihr ehrlichen, unfreundlichen Spiegel!
Donnerstag, 1. Januar 2015
Sonntag, 21. Dezember 2014
Ein Wochenende in London
...reicht gerade mal dafür aus, alles von Außen zu sehen. Für Besichtigungen bleibt keine Zeit. Die Museen in London sind durchweg umsonst und durch Spenden finanziert- demnach auf jeden Fall lohnenswert- aber einfach zu groß um sie an einem Wochenende auch noch zu besuchen.
Alle anderen Sehenswürdigkeiten kosten natürlich Geld- wobei den Engländern wohl die Zahl 25 sehr gefällt- fast alles kostet um die 25 Euro. Nicht alles muss gemacht werden- LondonEye kann man getrost vergessen, dafür ist aber der Eintritt zur Schlüsselübergabe am Tower nur mit vorheriger schriftlicher (!) Einladung zu erlangen. Ich war spontan dort- habe mich also nur wenig vorbereitet -ein zweiter Besuch wird sicher im Vorgang überlegt :)
Das Wetter war bei mir anscheinend tatsächlich England- untypisch. Mir hat es gepasst ;)
Alle anderen Sehenswürdigkeiten kosten natürlich Geld- wobei den Engländern wohl die Zahl 25 sehr gefällt- fast alles kostet um die 25 Euro. Nicht alles muss gemacht werden- LondonEye kann man getrost vergessen, dafür ist aber der Eintritt zur Schlüsselübergabe am Tower nur mit vorheriger schriftlicher (!) Einladung zu erlangen. Ich war spontan dort- habe mich also nur wenig vorbereitet -ein zweiter Besuch wird sicher im Vorgang überlegt :)
(Tower Hill mit Tower Bridge)
Das Wetter war bei mir anscheinend tatsächlich England- untypisch. Mir hat es gepasst ;)
Sonntag, 14. Dezember 2014
Kleine Hilfen
Der Straßenverkehr in England ist- wie schon beschrieben- gewöhnungsbedürftig. Dafür aber wird man alle paar Meter darauf hingewiesen, links zu fahren. Danke dafür!
Auch die Fußgänger- die allzu selten auf eine Ampel stoßen - werden gewarnt:
Weniger gewarnt werden allerdings die Autofahrer - wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorliegt oder abbiegen verboten ist: Man ist gezwungen, die Brille aufzusetzen sofern man eine braucht:
Auch die Fußgänger- die allzu selten auf eine Ampel stoßen - werden gewarnt:
Weniger gewarnt werden allerdings die Autofahrer - wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorliegt oder abbiegen verboten ist: Man ist gezwungen, die Brille aufzusetzen sofern man eine braucht:
Sonntag, 7. Dezember 2014
Spontan
Spontan- ja, das bin ich. Hat mich schon das ein oder andere Mal in die Nesseln geritten- hat mich aber auch das ein oder andere Mal absolut verzückt.
Dieses Mal sollte es nach London gehen. Spontan. Über ein Wochenende. Flüge waren zwar billig aber die Flugzeiten absolut inakzeptabel- dafür aber war die Unterkunft- vermittelt durch einen Bekannten- absolut günstig und nur 10 Fußminuten von der Tower Bridge entfernt. Man kann nicht alles haben- also mit dem Auto hinfahren. Geht ja auch eigentlich- ohne die Zeit mit der Fähre mitzuberechnen bin ich schneller in London als bei meinen Eltern in Österreich.
So weit, so gut. Nur... Linksverkehr. Meine größte Befürchtung: Kreisverkehr. Natürlich habe ich Gott und die Welt befragt- einhellige Meinung: In England gibt es kaum Kreisverkehre- ich könnte mich beruhigen.
Habe ich dann auch. Bis ich in Dover von er Fähre gefahren bin (links) und auf die Straße gefahren bin (links) - so ungefähr 100 m. Was kam? Ein Kreisverkehr. Naja, bin links geblieben. Nur- irgendwie hat mir niemand gesagt, dass die linke Spur nicht in den Kreisel führte, sondern daneben vorbeiführte. Also nochmal kehrt. Wieder in den Kreisel (wieso blinken die Engländer eigentlich rechts, wenn sie LINKS in den Kreisel einfahren?)
Wieder im Kreisel, nahm ich die nächste Ausfahrt. War ja so einfach, leider aber falsch. Die folgenden 500 m bestanden aus gefühlten 1000 Kreisverkehren, bis ich es endlich schaffte, auf meinen richtigen Weg im richtigen Kreisel zu kommen.
Bitte, WER hat gesagt, die Engländer haben keine Kreisel? Englands Straßennetz wird aus Kreiseln zusammen gehalten!!
Englands Verkehr ist auch in anderen Dingen sehr witzig- dazu aber später mehr.
Dieses Mal sollte es nach London gehen. Spontan. Über ein Wochenende. Flüge waren zwar billig aber die Flugzeiten absolut inakzeptabel- dafür aber war die Unterkunft- vermittelt durch einen Bekannten- absolut günstig und nur 10 Fußminuten von der Tower Bridge entfernt. Man kann nicht alles haben- also mit dem Auto hinfahren. Geht ja auch eigentlich- ohne die Zeit mit der Fähre mitzuberechnen bin ich schneller in London als bei meinen Eltern in Österreich.
So weit, so gut. Nur... Linksverkehr. Meine größte Befürchtung: Kreisverkehr. Natürlich habe ich Gott und die Welt befragt- einhellige Meinung: In England gibt es kaum Kreisverkehre- ich könnte mich beruhigen.
Habe ich dann auch. Bis ich in Dover von er Fähre gefahren bin (links) und auf die Straße gefahren bin (links) - so ungefähr 100 m. Was kam? Ein Kreisverkehr. Naja, bin links geblieben. Nur- irgendwie hat mir niemand gesagt, dass die linke Spur nicht in den Kreisel führte, sondern daneben vorbeiführte. Also nochmal kehrt. Wieder in den Kreisel (wieso blinken die Engländer eigentlich rechts, wenn sie LINKS in den Kreisel einfahren?)
Wieder im Kreisel, nahm ich die nächste Ausfahrt. War ja so einfach, leider aber falsch. Die folgenden 500 m bestanden aus gefühlten 1000 Kreisverkehren, bis ich es endlich schaffte, auf meinen richtigen Weg im richtigen Kreisel zu kommen.
Bitte, WER hat gesagt, die Engländer haben keine Kreisel? Englands Straßennetz wird aus Kreiseln zusammen gehalten!!
Englands Verkehr ist auch in anderen Dingen sehr witzig- dazu aber später mehr.
Sonntag, 23. November 2014
Stur!
Dieses Jahr habe ich gar keinen "So war das letzte Jahr"- Rückblick an meinem Geburtstag gemacht. Wirklich- ich wollte- aber wozu? War leider so wie das Jahr davor. Mit einem eklatanten, kleinen Unterschied: Der Tag endete nicht mit einer positiven, tollen Überraschung. Dafür war er aber insgesamt positiv und toll!
Neue Leute kennen lernen ist nicht so meines. Ich kenne genug- finde ich- alleine durch meinen Job. Immer wieder kommen neue Menschen hinzu, denen ich mich nicht entziehen kann. (Oftmals mag ich mich da auch nicht entziehen!) Die Handvoll Menschen, die ich zu meinem näheren Kreis zähle, dürfen fast alles von mir erwarten. FAST! Um so sturer werde ich, wenn jemand aus diesem Kreis verschwindet. Ich mag das nicht! Egal, ob es mit oder ohne Grund ist, egal, ob es nachvollziehbar oder nicht ist- ich mag es einfach nicht. Da bin ich stur! Von einer Freundin (und sie werden es bleiben solange es geht glaube ich) die vor Jahren weggezogen ist, habe ich kürzlich geträumt. Nun überlege ich, sie zu suchen. Ein Mensch geht und kommt und geht- und ich hoffe, er kommt wieder. Einfach, weil er dazu gehört. Von einigen weiß ich, dass es ihnen gut geht und man jederzeit wieder in Kontakt treten könnte- sie gehören einfach dazu. Das Schöne daran ist, dass ich bei fast allen nicht diejenige bin, die ständig den Kontakt sucht- man sucht ihn gegenseitig. Unregelmäßig aber immer so, dass man sich nie ganz aus den Augen (und Träumen) verliert. DAS ist schön. Perfekt fast.
Eines kann ich mit Sicherheit behaupten: Jeder, der dazu gehört kann jederzeit kommen. Egal, was geschehen war, Man kann über alles reden. Nur Totschweigen macht kaputt.
So also war das letzte Jahr wie das Jahr davor. Mir geht es im Ganzen zu gut, als das ich jammern könnte, dürfte oder sollte. Danke an alle, die mir mein Leben so lebenswert machen <3 br="">
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Donnerstag, 13. November 2014
Balkonpause
Mein Büro ist mit Abstand das beste Büro, dass man bekommen kann. Wenn ich einmal nicht im Außendienst bin, und auf dem Balkon meines Büros auf die Ecke Hans-Böckler/ Friedrich-Breuer-Straße schauen kann, wird mein Tag immer wieder von Menschen erhellt, die nicht wissen, dass sie gerade eine gute Tat für mich erledigen:
Sei es die Putzkraft der Volksbank gegenüber, die alle Papierkörbe in der Bank morgens in einen großen Sack leert um diesen dann an der Straße in einen öffentlichen Papierkorb zu stecken. (Ob das wohl mal auffällt? Ich werde auf jeden Fall nichts Persönliches mehr in den Papierkorb der Bank schmeißen).
Eine Straßenbahn fährt in normaler Geschwindigkeit an die Haltestelle vor der Bäckerei vor. Ein eiliger Autofahrer möchte die Zeit nutzen, um kurz vor der Straßenbahn noch die Straße zu überqueren. Natürlich ohne Erfolg, das Auto küsst die Seite der Straßenbahn mit dem Ergebnis, dass zunächst einmal Nichts mehr geht. Bis die Polizei und der Werkdienst der SWB eintreffen, bleibt die Straßenbahn stehen. Die Fahrgäste steigen aus, um den Schienenersatzverkehr zu nutzen, die nachfolgenden Bahnen bleiben stehen. Im Berufsverkehr. So entsteht Chaos.
Ein Auto möchte verbotenerweise links in die Hans-Böckler-Straße einbiegen. Vor der verunfallten Straßenbahn. Das Auto hinter ihm hupt in regelmäßigen sehr kurzen Abständen "Hey- mach dich vom Acker, hier ist abbiegen verboten- fahr weiter!" - ein älterer Herr schreit den hupenden Autofahrer an, er möge aufhören zu hupen, das wäre zu laut. Der Linksabbieger gibt entnervt auf und fährt geradeaus weiter.
Das alles in 1/2 Stunde Balkonpause. Ich möchte hier nicht mehr weg!
Sei es die Putzkraft der Volksbank gegenüber, die alle Papierkörbe in der Bank morgens in einen großen Sack leert um diesen dann an der Straße in einen öffentlichen Papierkorb zu stecken. (Ob das wohl mal auffällt? Ich werde auf jeden Fall nichts Persönliches mehr in den Papierkorb der Bank schmeißen).
Eine Straßenbahn fährt in normaler Geschwindigkeit an die Haltestelle vor der Bäckerei vor. Ein eiliger Autofahrer möchte die Zeit nutzen, um kurz vor der Straßenbahn noch die Straße zu überqueren. Natürlich ohne Erfolg, das Auto küsst die Seite der Straßenbahn mit dem Ergebnis, dass zunächst einmal Nichts mehr geht. Bis die Polizei und der Werkdienst der SWB eintreffen, bleibt die Straßenbahn stehen. Die Fahrgäste steigen aus, um den Schienenersatzverkehr zu nutzen, die nachfolgenden Bahnen bleiben stehen. Im Berufsverkehr. So entsteht Chaos.
Ein Auto möchte verbotenerweise links in die Hans-Böckler-Straße einbiegen. Vor der verunfallten Straßenbahn. Das Auto hinter ihm hupt in regelmäßigen sehr kurzen Abständen "Hey- mach dich vom Acker, hier ist abbiegen verboten- fahr weiter!" - ein älterer Herr schreit den hupenden Autofahrer an, er möge aufhören zu hupen, das wäre zu laut. Der Linksabbieger gibt entnervt auf und fährt geradeaus weiter.
Das alles in 1/2 Stunde Balkonpause. Ich möchte hier nicht mehr weg!
Sonntag, 9. November 2014
Die zweite Woche
Eine Woche haben wir nun versucht, die Notunterkunft so wohnlich wie möglich zu gestalten. Die Arbeiter sind gut vorangekommen- die Zimmer sind mittlerweile geteilt und gestrichen. Türen sind angekommen und angebracht worden. Die Küche, die Kantine und der Aufenthaltsbereich sind noch nicht fertig, aber eine Woche haben wir noch bis zumindest ein Teil ein wirklich wohnliches zu Hause bekommen können.
Der Sanitätsraum ist halb eingerichtet- wir haben leider nicht so viel Erfahrung, was genau benötigt wird. Also gehen wir von einem normalen Sanitätsdienst aus- und richten den Sanitätsraum wie ein Unfallhilfstelle ein.
Ich bin sehr gespannt, ob die ganzen freiwilligen Helfer in ein oder zwei Wochen immer noch bereit sind, auszuhelfen.
Warten wir ab.
Der Sanitätsraum ist halb eingerichtet- wir haben leider nicht so viel Erfahrung, was genau benötigt wird. Also gehen wir von einem normalen Sanitätsdienst aus- und richten den Sanitätsraum wie ein Unfallhilfstelle ein.
Ich bin sehr gespannt, ob die ganzen freiwilligen Helfer in ein oder zwei Wochen immer noch bereit sind, auszuhelfen.
Warten wir ab.
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