Freitag, 14. Juni 2013

Lernen, klug zu sein #Ironblogger

Erstes Ironbloggertreffen in Bonn. Zehn vollkommen unterschiedliche Blogger, soweit ich weiß auch alle auf Twitter, treffen sich um sich kennen zu lernen. Natürlich hat man sich vorher die Blogs wenigstens angeschaut, den ein oder anderen Post gelesen- und da schon festgestellt, dass man völlig aus der Reihe tanzt. Ich verfolge mit meinem Blog kein festes Ziel, mein Blog hat keinen roten Faden, ist weder intellektuell noch lehrend, sagt nichts über meine Kochkünste aus und ist im übrigen vollkommen technikfrei. Letzteres habe ich leider verpasst mit einzubringen: Vor zwei Jahren habe ich morgens um sechs gelernt, wie man einen Stecker zusammenbaut. Damit hat es sich für mich auch mit Technik. Ich kann noch nicht einmal ein Loch in eine Wand bohren. Mag auch an der fehlenden Bohrmaschine liegen- wer weiß. Ach so- und IT- SocialMedia oder sonstige Veranstaltungen werden - wurden- von mir nie besucht. Also auch das ist eher weniger hier anzutreffen- respektive gar nicht.
Nun also Ironbloggertreffen. Diese Menschen, bei denen ich immer das Gefühl habe, Mutter Natur hat bei der Erschaffung dieses einzigartigen Wesens- mich- etwas vergessen. Die Klugheit.
Nicht nur, dass ich neidisch bin über die Selbstverständlichkeit, mit der mir vollkommen unverständliche Blogs geschrieben werden- nein- es wird tatsächlich auch so geredet. Dazu kommt, dass jeder WEIß was er sagt. Es werden intellektuelle Talkshows, Filme, Serien oder naja- natürlich NUR Nachrichtensender angeschaut. Bis hin zu gar keinem Fernsehen. Man ist bewandert in Themen wie ähm ja. Würde ich gerne aufschreiben, hätte ich nicht die Themen wegen Unverständlichkeit vergessen. Das nächste mal tippe ich mit. Man studiert Dinge, dich ich schon in der Schule als erstes abgewählt habe und kennt prominente Menschen, deren Namen mir kein Begriff sind. Um auch bei den nächsten Treffen mitreden zu können bleibt mir denn wohl nichts anderes übrig, als mich in diese Welt zu begeben und meine Klugheit zu fördern. Also die, die ich nicht habe. Ich KÖNNTE natürlich über mein tägliches Essen bloggen- aber mal ehrlich: Wen interessieren Maultaschen, Hähnchengeschnetzeltes oder Eierspätzle mit Käse?
Alternativ könnte ich mich aus der Gruppe Ironblogger entfernen. Würde die Welt für mich einfacher gestalten.
Wenn da nicht der liebe Alkohol wäre... nach einiger Zeit kommt das zutage, was bei mir Alltag ist: Der normale Mensch, mit dem man lachen, Wortspiele spielen oder ironische Diskussionen führen kann. Und diese Menschen liebe ich.