Samstag, 19. Oktober 2013

Stöckchen

Ich war so vorsichtig.... aber Johannes hat mich getroffen. Obwohl ich wirklich flink, geschmeidig und wendig bin, ich bin dem nicht entkommen. Ein Stöckchen. Und nicht so, wie ich es mir erwünscht hätte, mit Fragen wie "Was ist deine Lieblingsfarbe" oder "Welchen Wochentag magst du am Liebsten"... nein, ich muss auch noch nachdenken. Und überlegen, wie ich der Wahrheit so nah wie möglich komme ohne allzuviel zu verraten - ihr kennt das!

Fangen wir mal an:
  1. Was ist deine Mei­nung zum Berlin/Bonn-Gesetz?Zweigeteilt. Zunächst einmal bin ich sowieso der Meinung, dass der ganze Regierungsumzug nicht im mindesten hätte sein müssen. Aber da wir ja anscheinend genügend Gelder zu verschleudern haben- wieso nicht...
    Dass Berlin wieder Bundeshauptstadt wird nach der Wiedervereinigung, war ja bereits im Grundgesetz verankert- demnach also keine Frage. Wieso aber musste der Umzug sein? Es funktioniert durchaus auch in anderen Ländern und Kontinenten mit der Zweiteilung von Hauptstadt und Regierungssitz.
    Meiner Meinung nach war Bonn ja ein wirklich gemütliches Bundesdörfchen. Mit Hilfe der uns nun zustehenden Ausgleichsgelder hat Bonn es geschafft, zu einer durchaus respektablen Telekom und UN - Stadt zu werden. Leider leben wir hier wie das kleine gallische Dörfchen... sehr umzingelt nicht nur vom wunderschönen Grün sondern auch vom streng konservativen und unflexiblen Denken. Das hindert uns, modern zu wirken. 
  2. Hast du der­zeit ein Ehren­amt? Oder sogar meh­rere? Welche(s)? Warum?Jetzt habe ich aber zweimal schauen müssen- wieso will man wissen, ob ich einen EHEMANN habe? Aber nein, es geht um das Ehrenamt.
    Ja, ich habe eines. Oder zwei?
    Seit nunmehr 5 Jahren bin ich Schöffe in der großen Jugendschutzkammer im Landgericht Bonn. Jährlich werden mir 12 Termine (meist einer im Monat) mitgeteilt, bei denen ich in den dann anliegenden Strafverfahren als Schöffe beisitze. Zum Schöffe wurde ich, da mein Arbeitgeber mich im Landgericht vorgeschlagen und ich dort ausgewählt wurde. Das Amt ist spannend und abwechslungsreich- ich bin gespannt, ob ich für weitere fünf Jahre ausgewählt werde.
    Das zweite ist kein Ehrenamt aber ich bin ehrenamtlich tätig. Zählt das auch? Während meines Studiums habe ich - aus Frust wegen der hohen Anzahl der Wartesemester bei einem Medizinstudium- beim Deutschen Roten Kreuz meinen Rettungsassistenten gemacht und bin seit dieser Zeit ehrenamtlich bei der Hilfsorganisation tätig.

  3. Wie ist dein Ver­hält­nis zum Telefonieren?Ich hab da so eine ganz tolle App, die mir sagt, wieviel Prozent im Vergleich zu allem anderen, was ich mit meinem Smartphone mache, telefonieren ist.
    Erstaunliche 6,24 Stunden habe ich bei einer Nutzzeit von 180 Stunden telefoniert.
    Telefonieren ist nicht so meines. Oder sagen wir so: Nicht mit jedem. Die kurzen "Wann/Wo" Absprachen sind ok- aber telefonieren um zu erzählen- das kann ich nur mit wenigen lieben Menschen. Dann allerdings kann ich es auch etwas länger, so dass ich letztendlich auf die stolzen 6 Stunden komme!
  4. Was ist deine Ein­stel­lung zur Femen-Bewe­gung?
    Hach ja. Wenns hilft. Ich brauch keine Frauenbewegung  - ich hab Bewegung genug. Aber bitte: Wenn es denn den Ukrainerinnen (heissen die so?) hilft, oben-ohne Proteste gegen den Sexismus zu starten- gerne. Meinen Segen haben sie.
  5. Hei­ra­ten: Eine über­holte Tra­di­tion, ein schö­ner Lie­bes­be­weis, ein läs­ti­ges Muss oder was?Ich gebe gerne zu: Ich bin sehr konservativ. Heiraten darf sein wenn es passt, und WENN man heiratet, dann bitte mit allem was dazugehört. Ob es hält und ob es fürs Leben ist... das weiß man nicht. Aber es auszuprobieren- wieso nicht? Ich freue mich für jedes Paar.
  6. Schätze mal bitte: Wie viel Pro­zent dei­ner Freunde und Bekann­ten kennst du aus den fol­gen­den sozia­len Umfeldern:
    1. Von der Aus­bil­dung, Schule, Uni etc.?                                                10%
    2. Aus der Arbeit?                                                                                    15%                        :
    3. Über das Internet?                                 :                                              10%
    4. Über dei­nen Partner/deine Part­ne­rin? (Auch: ehe­ma­lige Partner.)        5%
    5. Wo ganz anders her?                                                                             60%
  7. Wel­che Erklä­rung hast du für die Ver­tei­lung in der vor­he­ri­gen Frage?Erklärung? Es ist halt so. Nach der Uni hat sich alles verteilt. Mit ein paar Wenigen habe ich noch Kontakt- aber mehr als 10% meiner Freunde und Bekannten wird das nicht sein
    Aus der Arbeit kenne ich schon einige- und habe auch mit einigen privaten Kontakt. Es ist nicht so die Masse- aber doch etwas mehr als aus der Uni- demnach auch eine höhere Prozentzahl.
    Das Internet... ich bin da sehr vorsichtig. Bis vor kurzem war es sehr sehr wenig, durch die Ironblogger wird es mehr- aber es ist tatsächlich nicht viel. Die paar Menschen, die ich im Internet kennengelernt habe und mit denen ich auch außerhalb des Internets Kontakt halte, sind mir sehr wichtig und lieb.
    Über meine(n) ehemaligen Partner kenne ich höchstens 2 - wohl basierend auch aus der Tatsache, dass man bereits vorher gemeinsame Bekannte hatte. Geringer Anteil also.
    Die Masse macht definitiv mein Ehrenamt aus. Hier lerne ich die meisten Menschen kennen und habe auch die meisten Freunde und Bekannten.
  8. Wor­aus besteht dein Früh­stück an einem typi­schen Wochentag?Meist versuche ich sehr früh im Dienst zu sein um eine halbe -3/4 Stunde den Flur für mich alleine zu haben. Die erste Tasse Kaffee genieße ich vor dem PC mit den angesammelten Emails. Richtig Frühstücken fällt manchmal aus- da sich der Tag nicht immer vorplanen lässt- aber wenn es geht, dann nehme ich mir im Laufe des Vormittages die Zeit für ein Brötchen mit Frischkäse und Lachschinken, Marmelade oder Käse. Wenn ich ganz viel Lust habe, dann auch gerne ein Müsli mit frischem Obst.
  9. Hast du eine oder meh­rere Zeit­schrif­ten abon­niert? Wel­che, seit wann und warum?Den Bonner Generalanzeiger, mittlerweile allerdings nur noch die Wochenendausgabe. Seit ich lesen kann glaube ich ^^- und warum? Weil Zeitungen einfach ein anderes Lesegefühl bieten als das Internet. Um das zu genießen brauche ich Wochenende, deshalb nur noch die Wochenendausgabe.
  10. E plu­ri­bus unum“, wie ein gewis­ser Karl-Theodor Frhr. zu Gut­ten­berg in sei­ner her­vor­ra­gen­den Dok­tor­ar­beit geschrie­ben hat. Sind die „Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Europa“, also eine EU nach USA-Vorbild, dei­ner Mei­nung nach eine rea­li­sier­bare Vision? Oder kann Europa nie­mals eine Nation mit einer Zen­tral­re­gie­rung und eige­ner Ver­fas­sung wer­den? Warum?Ob es das werden kann oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen. Dafür habe ich wohl das falsche studiert und gelernt. Ich kann aber sagen, was ich in meinem laienhaften Kopf davon denke:
    Ich möchte das nicht. Kurz gesagt. Es ist abgekupfert und wird nie so werden wie in den USA. Lasst uns unser Europa sein so wie es jetzt ist. Mit seinen vielfältigen Staaten, den vielfältigen und so unterschiedlichen Menschen, Kulturen und Eigenheiten. Jeder Staat für sich aber gemeinsam in eine Richtung.