Sonntag, 29. März 2015

Die Woche

Fünf Tage ist der Flugzeugabsturz her- die Presse hat alles zerfleddert, was es zu zerfleddern gab- es ist nichts übrig. Keine Spekulation wurde nicht benannt- der letzte Funken Hoffnung, dass es doch etwas "Normales" war, wie ein technischer Defekt, verbirgt die noch immer nicht gefundene zweite Blackbox.
Die Vorstellung, sich umbringen zu wollen, ist ja nicht ganz so weit hergeholt. Machen genügend Menschen Tag für Tag.
Die Vorstellung, aktiv gegen eine Gebirgswand zu fliegen um sich so umzubringen, ist für mich unbegreiflich. Hört sich komisch an, aber davor hätte ich wohl zuviel Angst.
Die weitere Vorstellung dabei 149 Menschen mit in den Tod zu reißen, ist unvorstellbar. Unsicher bin ich mir, ob das tatsächlich eine Eigenschaft von tief depressiven Menschen ist, die Umwelt absolut auszuklammern- aber ich bin ja auch kein Experte.
Erinnern kann ich mich an eine Situation im Auto mit einem depressiven Menschen, der mir sagte, sich gerade vorgestellt zu haben wie es wäre, gegen die Leitplanke zu fahren, aber die Tatsache, dass ich mit im Auto saß, habe ihn davon abgehalten. Weitere solcher Vorfälle passierten zu der Zeit, so dass ich mir sicher bin, ich wäre sogar zu ihm in ein Flugzeug gestiegen, wäre er Pilot gewesen.

Die größte Gefahr sind und bleiben die Menschen, die Maschinen jeglicher Art bedienen.