Mittwoch, 25. Dezember 2013

2014



2013 war kein gutes Jahr. Vielleicht war es das doch und es zeigt sich erst später- wer weiß.
Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es zuende ist. Wobei das natürlich unsinniges Denken ist- wieso sollte sich ab Mittwoch etwas ändern? Vielleicht, weil man einen Zeitpunkt braucht, an dem man konsequenter an etwas arbeitet.
2013 war das Jahr der Verluste. Gewollt und ungewollt sind mir wichtige Menschen aus meinem Leben verschwunden. Das zu verarbeiten war oftmals sehr schwer, hat mich Tage und Wochen Nachdenken gekostet. Die Gründe waren oft subtil – ich konnte sie oft verstehen und wusste auch darum, dass nicht ich als Person der Grund war sondern äußere Umstände- trotzdem hatte ich den Anspruch an mich, eine gute Freundin zu sein und den Eindruck, das in den Fällen nicht geschafft zu haben.
Den Anspruch hatte ich glaube ich zu oft an mich gestellt. Ab 2014 werde ich wohl verstehen, dass ich nicht allmächtig und für jeden verfügbar sein kann.
Gelernt habe ich, dass es nicht mehr *in* ist, „Danke“ für Komplimente, schöne Dinge oder Geschenke zu sagen. Sich über Komplimente zu freuen und dies zu zeigen. Normal scheint, über schöne Dinge hinwegzusehen und zu ignorieren. Ob ich das allerdings übernehmen werde in 2014 bezweifle ich.
Dienstlich war 2013 ein hartes Jahr. Mein Job macht mir Spaß, so dass ich den Stress und die Arbeit oft gar nicht als solches wahrgenommen habe. Trotzdem weiß ich für 2014, dass dieser Stress nicht mehr so aufkommen wird.
Mein Ehrenamt macht mir wieder Spaß. Nach drei Jahren Pause habe ich wieder Freude an der Arbeit. In 2014 hoffe ich, wie früher wieder dabei zu sein.
Manchmal bin ich ein komischer Mensch. Innerlich böse und schwach – äußerlich die nette, starke, hilfsbereite Frau. Ob ich meine Meinung im nächsten Jahr- wohl verpackt- öfter kundtue weiß ich noch nicht. Versuchen werde ich es auf jeden Fall.
Alkohol, Drogen, Sex- das bleibt wie es war. Hier braucht es keine Änderung. Nicht in diesem, nicht im nächsten und schon gar nicht in den folgenden Jahren.
Was ich nicht ändern werde, ist für die Menschen eine gute Freundin zu sein, die es verdient haben. Die zu mir stehen wenn ich es brauche, mir zuhören und mich halten. Die Menschen, die ich jederzeit anrufen kann, die Menschen, die auch dann Zeit haben, wenn sie genervt sind, im Stress oder beim Einkaufen. Die Menschen, die wissen, was Freundschaft bedeutet.
Für Euch bin ich dankbar. Sehr sogar.