Man lernt sie nicht kennen. Sie sind.
Manche liebevoll, emphatisch, treu, aufmerksam.
Manche nervig. Lästig. Zuviel. Zu laut.
Manche ignorant. Egoistisch. Abweisend
Manche gewalttätig. Psychisch und physisch.
Manche klug, intelligent, spritzig, witzig.
Manche dumm. Ungewollt.
Mauerblümchen und Aufsteiger.
Gewinner und Verlierer.
Ich bin ein wenig von Allem.
Dienstag, 31. März 2015
Sonntag, 29. März 2015
Die Woche
Fünf Tage ist der Flugzeugabsturz her- die Presse hat alles zerfleddert, was es zu zerfleddern gab- es ist nichts übrig. Keine Spekulation wurde nicht benannt- der letzte Funken Hoffnung, dass es doch etwas "Normales" war, wie ein technischer Defekt, verbirgt die noch immer nicht gefundene zweite Blackbox.
Die Vorstellung, sich umbringen zu wollen, ist ja nicht ganz so weit hergeholt. Machen genügend Menschen Tag für Tag.
Die Vorstellung, aktiv gegen eine Gebirgswand zu fliegen um sich so umzubringen, ist für mich unbegreiflich. Hört sich komisch an, aber davor hätte ich wohl zuviel Angst.
Die weitere Vorstellung dabei 149 Menschen mit in den Tod zu reißen, ist unvorstellbar. Unsicher bin ich mir, ob das tatsächlich eine Eigenschaft von tief depressiven Menschen ist, die Umwelt absolut auszuklammern- aber ich bin ja auch kein Experte.
Erinnern kann ich mich an eine Situation im Auto mit einem depressiven Menschen, der mir sagte, sich gerade vorgestellt zu haben wie es wäre, gegen die Leitplanke zu fahren, aber die Tatsache, dass ich mit im Auto saß, habe ihn davon abgehalten. Weitere solcher Vorfälle passierten zu der Zeit, so dass ich mir sicher bin, ich wäre sogar zu ihm in ein Flugzeug gestiegen, wäre er Pilot gewesen.
Die größte Gefahr sind und bleiben die Menschen, die Maschinen jeglicher Art bedienen.
Die Vorstellung, sich umbringen zu wollen, ist ja nicht ganz so weit hergeholt. Machen genügend Menschen Tag für Tag.
Die Vorstellung, aktiv gegen eine Gebirgswand zu fliegen um sich so umzubringen, ist für mich unbegreiflich. Hört sich komisch an, aber davor hätte ich wohl zuviel Angst.
Die weitere Vorstellung dabei 149 Menschen mit in den Tod zu reißen, ist unvorstellbar. Unsicher bin ich mir, ob das tatsächlich eine Eigenschaft von tief depressiven Menschen ist, die Umwelt absolut auszuklammern- aber ich bin ja auch kein Experte.
Erinnern kann ich mich an eine Situation im Auto mit einem depressiven Menschen, der mir sagte, sich gerade vorgestellt zu haben wie es wäre, gegen die Leitplanke zu fahren, aber die Tatsache, dass ich mit im Auto saß, habe ihn davon abgehalten. Weitere solcher Vorfälle passierten zu der Zeit, so dass ich mir sicher bin, ich wäre sogar zu ihm in ein Flugzeug gestiegen, wäre er Pilot gewesen.
Die größte Gefahr sind und bleiben die Menschen, die Maschinen jeglicher Art bedienen.
Sonntag, 15. März 2015
Pessimismus
In den letzten Wochen hatte ich es vermehrt - vor allem dienstlich - mit absoluten Pessimisten zu tun. Nicht, dass ich ein immerwährender Optimist wäre, aber mein Glas ist doch meist halbvoll und nicht halbleer.
Für mich ist unverständlich, wieso man die Welt zunächst nur schwarz sieht. Anstrengend, die vielen positiven Zeichen zu erklären, wenn mindestens 5 negative Zeichen (die natürlich noch gar nicht eingetreten sind) als Gegenargument geliefert werden.
Wie geht man damit um? Im Laufe der Dienstbesprechungen und Gesprächen habe ich am Ende nur noch zugestimmt. Letztendlich kommt es eh so wie es kommen muss- egal was Pessimisten oder Optimisten denken. Trotzdem- das Leben ist so viel leichter, wenn man grundsätzlich vom positiven Verlauf ausgeht und die kleinen Missgeschicke umgeht oder hinnimmt.
Wirklich anstrengend!
Für mich ist unverständlich, wieso man die Welt zunächst nur schwarz sieht. Anstrengend, die vielen positiven Zeichen zu erklären, wenn mindestens 5 negative Zeichen (die natürlich noch gar nicht eingetreten sind) als Gegenargument geliefert werden.
Wie geht man damit um? Im Laufe der Dienstbesprechungen und Gesprächen habe ich am Ende nur noch zugestimmt. Letztendlich kommt es eh so wie es kommen muss- egal was Pessimisten oder Optimisten denken. Trotzdem- das Leben ist so viel leichter, wenn man grundsätzlich vom positiven Verlauf ausgeht und die kleinen Missgeschicke umgeht oder hinnimmt.
Wirklich anstrengend!
Sonntag, 8. März 2015
Vereine
Die Menschen, die sich im Privatleben und im Berufsleben nicht verwirklichen können, sammeln sich meist in irgendwelchen Vereinen. Geht mir ja auch so- gebe ich ja zu. Mein Medizinstudium hat nicht schnell genug funktioniert, ich habe etwas anderes studiert, Geld verdient und damit war ich weit weg von meinem Traumberuf. Also Verein.
Manche allerdings zeigen in den Vereinen ihre dunkelsten Charaktere- erziehen, kommandieren, geben Geld aus, zerstören. Wieso? Ich weiß es nicht. Dabei ist es vollkommen egal in welchen Verein man geht- jeder hat so seine Spezies.
Es ist so unglaublich schwer, mit diesen Menschen umzugehen- denn weder sie noch man selber hat etwas zu verlieren- ausser eine eventuelle Vereinszugehörigkeit. Seit einigen Jahren bin ich nun in meinem Verein und habe viele von diesen Menschen kommen und gehen sehen, Viele, die ihren Beruf zur Berufung gemacht haben- ein Gewinn! Und Viele, die unzufrieden mit sich und der Welt sind und das ausstrahlen, weitergeben, runterziehen.
Schade. Wenn es nicht so viel Freude bereiten würde, für mich, weiterzumachen- ich hätte mich schon lange zurückgezogen.
Vielleicht ist es auch eine wie auch immer geartete Prüfung, auszuhalten und durchzustehen? Na, dann bin ich hoffentlich bald am Ende :)
Manche allerdings zeigen in den Vereinen ihre dunkelsten Charaktere- erziehen, kommandieren, geben Geld aus, zerstören. Wieso? Ich weiß es nicht. Dabei ist es vollkommen egal in welchen Verein man geht- jeder hat so seine Spezies.
Es ist so unglaublich schwer, mit diesen Menschen umzugehen- denn weder sie noch man selber hat etwas zu verlieren- ausser eine eventuelle Vereinszugehörigkeit. Seit einigen Jahren bin ich nun in meinem Verein und habe viele von diesen Menschen kommen und gehen sehen, Viele, die ihren Beruf zur Berufung gemacht haben- ein Gewinn! Und Viele, die unzufrieden mit sich und der Welt sind und das ausstrahlen, weitergeben, runterziehen.
Schade. Wenn es nicht so viel Freude bereiten würde, für mich, weiterzumachen- ich hätte mich schon lange zurückgezogen.
Vielleicht ist es auch eine wie auch immer geartete Prüfung, auszuhalten und durchzustehen? Na, dann bin ich hoffentlich bald am Ende :)
Samstag, 28. Februar 2015
BarCampBonn
Bonn hat sein erstes- und eigenes- BarCamp. Voller Spannung bin ich heute früh in die ehemalige Landesvertretung von Rheinland-Pfalz gefahren um zu schauen, was da in mühseliger Kleinarbeit auf die Beine gestellt wurde.
Die Vorstellungsrunde habe ich leider verpasst- dafür aber am Empfang viele liebe, nette Menschen kennen gelernt und unzählige spannende Gespräche geführt.
Alleine das hätte sich für mich noch gelohnt.
Die Sessions waren sehr unterschiedlich: Von Themen, deren Titel ich noch nicht einmal aussprechen- geschweige denn verstehen konnte- bis hin zu Yoga am Arbeitsplatz war alles dabei. Natürlich auch die immer wiederkehrenden Tipps in einer Session, wie man in 140 Zeichen witzig sein kann.
Das Essen war gut, die Getränke gingen nicht aus und die Sonne strahlte uns von allen Seiten am Kaffeeroller an. Wie kann ein Samstag besser genossen werden?
Ich freue mich auf das BarCamp Bonn 2016!
Die Vorstellungsrunde habe ich leider verpasst- dafür aber am Empfang viele liebe, nette Menschen kennen gelernt und unzählige spannende Gespräche geführt.
Alleine das hätte sich für mich noch gelohnt.
Die Sessions waren sehr unterschiedlich: Von Themen, deren Titel ich noch nicht einmal aussprechen- geschweige denn verstehen konnte- bis hin zu Yoga am Arbeitsplatz war alles dabei. Natürlich auch die immer wiederkehrenden Tipps in einer Session, wie man in 140 Zeichen witzig sein kann.
Das Essen war gut, die Getränke gingen nicht aus und die Sonne strahlte uns von allen Seiten am Kaffeeroller an. Wie kann ein Samstag besser genossen werden?
Ich freue mich auf das BarCamp Bonn 2016!
Sonntag, 22. Februar 2015
Die Arbeit
Die Heimaufsicht überprüft stets unangekündigt- mindestens einmal im Jahr und auf Veranlassung (Beschwerden zum Beispiel)
Natürlich schauen wir uns die Dokumentationen an- denn diese sind die Arbeitsgrundlage- aber ebenso gehen wir zu den Bewohnern und schauen. ob die in der Dokumentation beschriebenen Personen mit denen, die wir besuchen, übereinstimmen. Leider ist dies nicht immer der Fall.
Es mag sein, dass oft über Dokus geschimpft wird, überlegt man jedoch, dass aufgrund des derzeit bestehenden extremen Fachkräftemangels oftmals Leiharbeitskräfte einbezogen werden müssen, welche selten eingearbeitet sind und oftmals mehrere Heime im Monat "bedienen"- so versteht sich von selbst, dass eine handlungsleitende Dokumentation von Nöten ist. Dies bedeutet nicht, dass alles doppelt und dreifach notiert ist (weder verlangt das jemand. noch ist dies gesetzlich vorgesehen), es bedeutet jedoch zumindest, dass die aktuelle Pflegesituation inklusive der derzeit bestehenden Pflegerisiken kurz beschrieben ist .
Bevor ein Haus geschlossen wird, ist mehr als nur eine fehlerhafte Dokumentation oder eine mangelnde Pflege von Nöten Zunächst wird gemeinsam überlegt, wie man die Fehler beheben kann, welche Instrumente noch notwendig sind, welche strukturellen oder personellen Veränderungen vollzogen werden müssen etcpp. Ein Neubelegungsverbot ist meist eine der Maßnahmen- so dass man zunächst die bereits in der Einrichtung befindlichen Bewohner nach dem allgemeinen Stand pflegerischer Erkenntnisse pflegt.
Grundsätzlich ist tatsächlich das Problem, dass den Pflegekräften die Arbeit zuviel wird und damit liegen bleibt. Lieben bleiben dann auch die Bewohner, die so Wunden entwickeln, aufhören zu trinken, zu essen, Kontrakturen entwickeln uswusf. Pflegefehler oder aber auch gefährliche Pflege.
Ausschlaggebend ist hier natürlich die vorhandene (Leitungs-)struktur. Schwache oder fehlende Leitung begünstigen die gefährliche Pflege.
Nicht ausschlaggebend ist heutzutage die Bezahlung der Pflegekräfte. Zumindest in Bonn ist ein Durchschnittlohn von 2800 Euro aufzufinden- weit mehr als zum Beispiel Rettungskräfte verdienen.
tbc
Natürlich schauen wir uns die Dokumentationen an- denn diese sind die Arbeitsgrundlage- aber ebenso gehen wir zu den Bewohnern und schauen. ob die in der Dokumentation beschriebenen Personen mit denen, die wir besuchen, übereinstimmen. Leider ist dies nicht immer der Fall.
Es mag sein, dass oft über Dokus geschimpft wird, überlegt man jedoch, dass aufgrund des derzeit bestehenden extremen Fachkräftemangels oftmals Leiharbeitskräfte einbezogen werden müssen, welche selten eingearbeitet sind und oftmals mehrere Heime im Monat "bedienen"- so versteht sich von selbst, dass eine handlungsleitende Dokumentation von Nöten ist. Dies bedeutet nicht, dass alles doppelt und dreifach notiert ist (weder verlangt das jemand. noch ist dies gesetzlich vorgesehen), es bedeutet jedoch zumindest, dass die aktuelle Pflegesituation inklusive der derzeit bestehenden Pflegerisiken kurz beschrieben ist .
Bevor ein Haus geschlossen wird, ist mehr als nur eine fehlerhafte Dokumentation oder eine mangelnde Pflege von Nöten Zunächst wird gemeinsam überlegt, wie man die Fehler beheben kann, welche Instrumente noch notwendig sind, welche strukturellen oder personellen Veränderungen vollzogen werden müssen etcpp. Ein Neubelegungsverbot ist meist eine der Maßnahmen- so dass man zunächst die bereits in der Einrichtung befindlichen Bewohner nach dem allgemeinen Stand pflegerischer Erkenntnisse pflegt.
Grundsätzlich ist tatsächlich das Problem, dass den Pflegekräften die Arbeit zuviel wird und damit liegen bleibt. Lieben bleiben dann auch die Bewohner, die so Wunden entwickeln, aufhören zu trinken, zu essen, Kontrakturen entwickeln uswusf. Pflegefehler oder aber auch gefährliche Pflege.
Ausschlaggebend ist hier natürlich die vorhandene (Leitungs-)struktur. Schwache oder fehlende Leitung begünstigen die gefährliche Pflege.
Nicht ausschlaggebend ist heutzutage die Bezahlung der Pflegekräfte. Zumindest in Bonn ist ein Durchschnittlohn von 2800 Euro aufzufinden- weit mehr als zum Beispiel Rettungskräfte verdienen.
tbc
Samstag, 14. Februar 2015
Was für ein Jahr
OH- erst Februar. Trotzdem. Letztes Wochenende durfte ich mein erstes Wochenende im "Frei" genießen. Irgendwann letztes Jahr schrieb ich, dass es gut ist, Streß zu haben um Enttäuschungen zu kompensieren- SO allerdings habe ich mir das nicht vorgestellt.
Neben einer Woche ununterbrochener Hausnotrufeinsätze (so viele habe ich im Rettungsdienst täglich nicht gehabt) habe ich in meinem Hauptjob eine - so wissen wir mittlerweile- bahnbrechende Entscheidung getroffen. Sie fiel nicht leicht, war unglaublich schwer umzusetzen und bedeutete eine so hohe emotionale Belastung- das möchte ich eigentlich nicht noch einmal erleben. Wenn es allerdings nötig werden würde- sofort wieder.
Aufgefallen ist mir bei aller Presse und Kommentaren zur Presse, dass die meisten Leute gar nicht wissen, was die Heimaufsicht eigentlich macht.
Die Heimaufsicht arbeitet im Auftrag des Landes- unter Beaufsichtigung der Regierungsbezirke nach einem Landesgesetz. Leider. So gibt es in Deutschland ganze 16 verschiedene Gesetze, die die Aufsicht über die stationär untergebrachten Erwachsenen regeln.
In NRW ist es das Wohn- und Teilhabegesetz, welches die Rechten und Pflichten der Alten- und Pflegeheime, ambulanten Dienste, Tages- und Nachtpflege, Behinderteneinrichtungen, Betreutem Wohnen regelt.
Die Heimaufsicht ist die Behörde, die überprüft, dass das Gesetz eingehalten wird- und das zum Wohle des Nutzers (Ja, so heißt es leider)
Dabei sind wir nicht im Mindesten mit dem Medizinischen Dienst zu vergleichen. Wir dürfen jederzeit die Räume betreten, alle Dokus anschauen und- nach Einverständnis der Person selber- auch die Nutzer anschauen. Wir können Belegungsstopps aussprechen, Beschäftigungsverbote erteilen, die Zuverlässigkeit von Betreibern anzweifeln, Führungskräfte absetzen, Betriebe schließen. Alles zum Wohle des Bewohners. Wobei- und das kann sich jedermann sicherlich vorstellen- auch wenn man es vor der Presse niemals zugeben würde (....): Ein Haus schließt sich nicht von jetzt auf gleich und auch nicht einfach mal so "Weil die Heimaufsicht gerade Lust hatte".
Wir kommen stets unangekündigt, müssen - zumindest in Alten- und Pflegeheimen- mindestens jährlich überprüfen aber sind weitaus öfter in den Häusern. Jeder Beschwerde wird nachgegangen. Jeder. Auch jeder anonymen.
Die Heimaufsichten - oder WTG-Behörden, wie sie auch genannt werden- sind den Städten und Kreisen zugeordnet. In Bonn dem Sozialamt- in anderen Städten auch mal dem Gesundheits- oder Ordnungsamt. Im Prinzip ist jede der Zuordnungen richtig, denn von allem ein wenig - das sind wir.
Und weil wir so vielschichtig- und seitig sein müssen- haben wir einen enormen Fort- und Weiterbildungsbedarf.
Neben einer Woche ununterbrochener Hausnotrufeinsätze (so viele habe ich im Rettungsdienst täglich nicht gehabt) habe ich in meinem Hauptjob eine - so wissen wir mittlerweile- bahnbrechende Entscheidung getroffen. Sie fiel nicht leicht, war unglaublich schwer umzusetzen und bedeutete eine so hohe emotionale Belastung- das möchte ich eigentlich nicht noch einmal erleben. Wenn es allerdings nötig werden würde- sofort wieder.
Aufgefallen ist mir bei aller Presse und Kommentaren zur Presse, dass die meisten Leute gar nicht wissen, was die Heimaufsicht eigentlich macht.
Die Heimaufsicht arbeitet im Auftrag des Landes- unter Beaufsichtigung der Regierungsbezirke nach einem Landesgesetz. Leider. So gibt es in Deutschland ganze 16 verschiedene Gesetze, die die Aufsicht über die stationär untergebrachten Erwachsenen regeln.
In NRW ist es das Wohn- und Teilhabegesetz, welches die Rechten und Pflichten der Alten- und Pflegeheime, ambulanten Dienste, Tages- und Nachtpflege, Behinderteneinrichtungen, Betreutem Wohnen regelt.
Die Heimaufsicht ist die Behörde, die überprüft, dass das Gesetz eingehalten wird- und das zum Wohle des Nutzers (Ja, so heißt es leider)
Dabei sind wir nicht im Mindesten mit dem Medizinischen Dienst zu vergleichen. Wir dürfen jederzeit die Räume betreten, alle Dokus anschauen und- nach Einverständnis der Person selber- auch die Nutzer anschauen. Wir können Belegungsstopps aussprechen, Beschäftigungsverbote erteilen, die Zuverlässigkeit von Betreibern anzweifeln, Führungskräfte absetzen, Betriebe schließen. Alles zum Wohle des Bewohners. Wobei- und das kann sich jedermann sicherlich vorstellen- auch wenn man es vor der Presse niemals zugeben würde (....): Ein Haus schließt sich nicht von jetzt auf gleich und auch nicht einfach mal so "Weil die Heimaufsicht gerade Lust hatte".
Wir kommen stets unangekündigt, müssen - zumindest in Alten- und Pflegeheimen- mindestens jährlich überprüfen aber sind weitaus öfter in den Häusern. Jeder Beschwerde wird nachgegangen. Jeder. Auch jeder anonymen.
Die Heimaufsichten - oder WTG-Behörden, wie sie auch genannt werden- sind den Städten und Kreisen zugeordnet. In Bonn dem Sozialamt- in anderen Städten auch mal dem Gesundheits- oder Ordnungsamt. Im Prinzip ist jede der Zuordnungen richtig, denn von allem ein wenig - das sind wir.
Und weil wir so vielschichtig- und seitig sein müssen- haben wir einen enormen Fort- und Weiterbildungsbedarf.
Abonnieren
Posts (Atom)