Verloren, nicht vergessen
Sonntag, 31. August 2014
Sonntag, 10. August 2014
Sonntag, 20. Juli 2014
Sommer
Sommer, Temperaturen um 28 Grad, Hitze, Schwüle, Bewegungslosigkeit. Menschen, die über das Wetter motzen und sich den Winter herbeiwünschen, um über die Kälte meckern zu können.
Ich liebe diese Zeit - vor Allem, wenn sie mit Fussball gefüllt ist.
Und mit Eis.
Ich liebe diese Zeit - vor Allem, wenn sie mit Fussball gefüllt ist.
Und mit Eis.
Sonntag, 13. Juli 2014
Reißverschluss
Bauarbeiten auf der Nordbrücke in Bonn. Schon seit Monaten wird darüber diskutiert, wie man den Stau umgeht (gar nicht) oder wie man sich weiterhin darüber aufregen kann, dass die Brücke verkehrssicher gehalten wird (Man könnte ja Nachts zwischen 2 Uhr und 5 Uhr bauen- da fährt Niemand...)
Nichts hat geholfen. Die Baustelle ist eingerichtet, der Stau tagtäglich vorhanden- und- Überraschung- selbst die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen stehen im Stau.
Wenn man nun auf diese diskussionsträchtige Baustelle zufährt, dürfte dem aufmerksamen Autofahrer folgendes Schild alle 100 m auffallen:
Reißverschluss erst in 600- 500- 400m.
Natürlich ist der aufmerksame Autofahrer geneigt, das Reißverschlußverfahren sofort einzuleiten. Man will ja alles richtig machen. Also: Blinken und Zufahrt erzwingen. Besser man stellt sich jetzt schon in den Stau als erst in 600m. Wenn denn das Ende der Zweispurigkeit erreicht ist, ist es selbstverständlich, dass man all die Autofahrer, die sich an die Verkehrsschilder halten, nicht mehr in die Spur lässt. Wieso auch? Sie hatten ja 600m Zeit.
Sehr vernünftig! Mittlerweile ist mir sehr bewußt geworden, dass einige Autofahrer tatsächlich nur noch in Jogginghosen überleben können, da sich ihnen das Prinzip eines Reißverschlusses nicht im Mindesten erschließt.
Nichts hat geholfen. Die Baustelle ist eingerichtet, der Stau tagtäglich vorhanden- und- Überraschung- selbst die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen stehen im Stau.
Wenn man nun auf diese diskussionsträchtige Baustelle zufährt, dürfte dem aufmerksamen Autofahrer folgendes Schild alle 100 m auffallen:
Natürlich ist der aufmerksame Autofahrer geneigt, das Reißverschlußverfahren sofort einzuleiten. Man will ja alles richtig machen. Also: Blinken und Zufahrt erzwingen. Besser man stellt sich jetzt schon in den Stau als erst in 600m. Wenn denn das Ende der Zweispurigkeit erreicht ist, ist es selbstverständlich, dass man all die Autofahrer, die sich an die Verkehrsschilder halten, nicht mehr in die Spur lässt. Wieso auch? Sie hatten ja 600m Zeit.
Sehr vernünftig! Mittlerweile ist mir sehr bewußt geworden, dass einige Autofahrer tatsächlich nur noch in Jogginghosen überleben können, da sich ihnen das Prinzip eines Reißverschlusses nicht im Mindesten erschließt.
Dienstag, 1. Juli 2014
Auf einem Bein kann man nicht stehen....
....oder auch: Mit einem Flügel kann man nicht fliegen.
Manchmal ist es halt so im Leben- im absolut nicht planbaren, so unübersichtlichen und so ungerecht gerechten Leben. Plötzlich ist der Flügel weg. Der eine. Der, der gebraucht wird um zu fliegen. Der, der notwendig ist um stehen bleiben zu können. Gleichgewicht zu halten. Nagut, ich könnte jetzt esoterisch werden und etwas über Karma, Seele und Mondverhältnissen erzählen- aber nein, ich bin es nicht. Ist so gar nicht meine Welt. Meine Welt ist aber schon irgendwie harmonisch gestaltet. Zumindest möchte ich das so. Harmonisch und im Gleichgewicht.
Mit nur einem Flügel fällt das allerdings schwer. Hin- und hergerissen zwischen hinfallen, aufstehen und stehen bleiben habe ich versucht mit nur einem Flügel zu leben. War anstrengend- ziemlich sogar. Aber was solls- man kann alles lernen.
Bis du kamst. Naja ok- du warst schon da. Hast mitbekommen wie der Flügel kaputt ging, hast mitbekommen, wie ich hinfalle und aufstehe- und warst einfach da. Wie vorher. Wie seit Jahren. Da halt. Ein Anruf: "Wenn du endlich mal an mich glaubst, dann finde ich deinen Flügel wieder. Vertrau mir doch. Hör auf mich und hör vor allem auf, dich so niederzumachen!"
Hey Hey... niedermachen. Ich mache mich nicht nieder. Ich bin halt so. Kaputt halt- wie man so ist wenn man einseitig belastet wird. Kennt man doch oder? Kennst DU doch- du hast es doch selber erlebt.
Was soll ich sagen- du hast den Flügel gefunden. Dachte ich. Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir nutzen beide einen Flügel gemeinsam- und es funktioniert. Mal habe ich ihn- mal du. Mal falle ich- mal du. Naja- so ganz komme ich wohl doch noch nicht damit zurecht- ich falle recht häufig und brauche oft deutliche Worte- aber du hämmerst ja in meinen Kopf, was da noch reinzuhämmern ist. Bis du fällst und ich dich fliegen lasse.
Ich danke Dir für dich. Ich habe dich sehr lieb!
Manchmal ist es halt so im Leben- im absolut nicht planbaren, so unübersichtlichen und so ungerecht gerechten Leben. Plötzlich ist der Flügel weg. Der eine. Der, der gebraucht wird um zu fliegen. Der, der notwendig ist um stehen bleiben zu können. Gleichgewicht zu halten. Nagut, ich könnte jetzt esoterisch werden und etwas über Karma, Seele und Mondverhältnissen erzählen- aber nein, ich bin es nicht. Ist so gar nicht meine Welt. Meine Welt ist aber schon irgendwie harmonisch gestaltet. Zumindest möchte ich das so. Harmonisch und im Gleichgewicht.
Mit nur einem Flügel fällt das allerdings schwer. Hin- und hergerissen zwischen hinfallen, aufstehen und stehen bleiben habe ich versucht mit nur einem Flügel zu leben. War anstrengend- ziemlich sogar. Aber was solls- man kann alles lernen.
Bis du kamst. Naja ok- du warst schon da. Hast mitbekommen wie der Flügel kaputt ging, hast mitbekommen, wie ich hinfalle und aufstehe- und warst einfach da. Wie vorher. Wie seit Jahren. Da halt. Ein Anruf: "Wenn du endlich mal an mich glaubst, dann finde ich deinen Flügel wieder. Vertrau mir doch. Hör auf mich und hör vor allem auf, dich so niederzumachen!"
Hey Hey... niedermachen. Ich mache mich nicht nieder. Ich bin halt so. Kaputt halt- wie man so ist wenn man einseitig belastet wird. Kennt man doch oder? Kennst DU doch- du hast es doch selber erlebt.
Was soll ich sagen- du hast den Flügel gefunden. Dachte ich. Mittlerweile habe ich das Gefühl, wir nutzen beide einen Flügel gemeinsam- und es funktioniert. Mal habe ich ihn- mal du. Mal falle ich- mal du. Naja- so ganz komme ich wohl doch noch nicht damit zurecht- ich falle recht häufig und brauche oft deutliche Worte- aber du hämmerst ja in meinen Kopf, was da noch reinzuhämmern ist. Bis du fällst und ich dich fliegen lasse.
Ich danke Dir für dich. Ich habe dich sehr lieb!
Montag, 23. Juni 2014
Hände
Das Gesicht ist mit der empfindlichste Teil des Körpers. Es anzufassen bedeutet eine Intimität, die nur nahen Menschen zusteht.
Sie schützte ihr Gesicht vor allen Menschen, die ungefragt und ungewollt mit den Händen zu nahe kamen. Leider haben mittlerweile viele Menschen keine Hemmungen mehr, die persönliche Blase zu sprengen und ohne mit der Wimper zu zucken die Grenzen zu überschreiten. Niemand fasste ihr Gesicht an!
Was sie mag, sind seine Hände. Wie sie über die Wangen streicheln, die Augen entlangfahren, die Nase stupsen. Sie liebt es, wenn seine Hände ihre Ohren bedecken, die Daumen zur Stirn fahren und die Finger in ihrem Mund verschwinden. Die Wärme seiner Hände legt sich wie eine weiche Decke über sie.
Wenn sie ihr Gesicht in seine Hände legt, dann fühlt sie sich beschützt. Wenn seine Finger über ihren Mund streicheln, ist keine Bedrohung da, nur schöne Gefühle. Ängste werden vergessen, selbst die Zeit scheint stillzustehen, wenn sie sich mit geschlossenen Augen dem zärtlichen Streicheln hingeben kann.
Seine Hände in ihren Haaren bedeuten pure Lust, Hingebung. Auch wenn sie ihren Körper nicht mag, gerne versteckt- seine Hände dürfen ihn erkunden. Sie streicheln die Beine entlang, erkunden ihren Bauch mit allen Unebenheiten und massieren ihre Schultern. Sie streichen den Rücken entlang und liebkosen sie an jeder Stelle. Jede Berührung bedeutet ihr das, was sie nie bekommen kann: Gelebte Gefühle, vertraute Nähe, Intimität. Ein Traum, der für kurze Zeit Wirklichkeit wird.
Sie küssen ihren Körper. Ihr Gesicht. Ihr Ego. Ihre Seele.
Sie schützte ihr Gesicht vor allen Menschen, die ungefragt und ungewollt mit den Händen zu nahe kamen. Leider haben mittlerweile viele Menschen keine Hemmungen mehr, die persönliche Blase zu sprengen und ohne mit der Wimper zu zucken die Grenzen zu überschreiten. Niemand fasste ihr Gesicht an!
Was sie mag, sind seine Hände. Wie sie über die Wangen streicheln, die Augen entlangfahren, die Nase stupsen. Sie liebt es, wenn seine Hände ihre Ohren bedecken, die Daumen zur Stirn fahren und die Finger in ihrem Mund verschwinden. Die Wärme seiner Hände legt sich wie eine weiche Decke über sie.
Wenn sie ihr Gesicht in seine Hände legt, dann fühlt sie sich beschützt. Wenn seine Finger über ihren Mund streicheln, ist keine Bedrohung da, nur schöne Gefühle. Ängste werden vergessen, selbst die Zeit scheint stillzustehen, wenn sie sich mit geschlossenen Augen dem zärtlichen Streicheln hingeben kann.
Seine Hände in ihren Haaren bedeuten pure Lust, Hingebung. Auch wenn sie ihren Körper nicht mag, gerne versteckt- seine Hände dürfen ihn erkunden. Sie streicheln die Beine entlang, erkunden ihren Bauch mit allen Unebenheiten und massieren ihre Schultern. Sie streichen den Rücken entlang und liebkosen sie an jeder Stelle. Jede Berührung bedeutet ihr das, was sie nie bekommen kann: Gelebte Gefühle, vertraute Nähe, Intimität. Ein Traum, der für kurze Zeit Wirklichkeit wird.
Sie küssen ihren Körper. Ihr Gesicht. Ihr Ego. Ihre Seele.
Dienstag, 17. Juni 2014
Topf ohne Deckel
"Auf jeden Topf passt ein Deckel!" "Gut, dann bin ich eben ein WOK!"
Ich liebe diesen Satz aus dem Radio. Jedesmal wenn ich ihn höre, stimme ich ihm zu.
Nein, es ist bei weitem nicht so, dass ich mich einsam fühle- aber einen Deckel habe ich nicht. Nagut, ich habe auch ehrlich gesagt nicht viele ausprobiert- es wurde mir stets zu heiß darunter- aber hin und wieder hatte ich doch das Gefühl, es passt.
Meist waren die Deckel dann zu eng. Luftundurchlässig schmorte ich in meinem eigenen Saft und verdunstete. Leider nicht körperlich, sonst hätte es sich ja sogar gelohnt...
Nun ist mir der Deckel zu weit. Wie dumm. Über Wochen habe ich am Deckel gehämmert, habe die schönsten Gerichte gekocht, damit die Düfte eingefangen werden konnten, aber sie wichen am Deckel vorbei. Wie ärgerlich.
Nun gut, ich dachte mir, dass vielleicht auch das bisschen Duft, das hängenbleibt, ausreichen könnte. Habe also mehr, intensiver, schärfer gekocht - keine Chance. Dabei ist das mit Abstand der schönste und beste Deckel, den ich seit langem hatte. Ihn festzubinden wäre eine Überlegung, aber sicher keine gute- und Gut möchte ich sein.
Also WOK bleiben- ungewollt aber wissend, dass man zumindest niemanden zwingt, mich zu behüten.
Ich liebe diesen Satz aus dem Radio. Jedesmal wenn ich ihn höre, stimme ich ihm zu.
Nein, es ist bei weitem nicht so, dass ich mich einsam fühle- aber einen Deckel habe ich nicht. Nagut, ich habe auch ehrlich gesagt nicht viele ausprobiert- es wurde mir stets zu heiß darunter- aber hin und wieder hatte ich doch das Gefühl, es passt.
Meist waren die Deckel dann zu eng. Luftundurchlässig schmorte ich in meinem eigenen Saft und verdunstete. Leider nicht körperlich, sonst hätte es sich ja sogar gelohnt...
Nun ist mir der Deckel zu weit. Wie dumm. Über Wochen habe ich am Deckel gehämmert, habe die schönsten Gerichte gekocht, damit die Düfte eingefangen werden konnten, aber sie wichen am Deckel vorbei. Wie ärgerlich.
Nun gut, ich dachte mir, dass vielleicht auch das bisschen Duft, das hängenbleibt, ausreichen könnte. Habe also mehr, intensiver, schärfer gekocht - keine Chance. Dabei ist das mit Abstand der schönste und beste Deckel, den ich seit langem hatte. Ihn festzubinden wäre eine Überlegung, aber sicher keine gute- und Gut möchte ich sein.
Also WOK bleiben- ungewollt aber wissend, dass man zumindest niemanden zwingt, mich zu behüten.
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